art._38a_aufenthaltsgesetz
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| art._38a_aufenthaltsgesetz [2026/08/29 20:26] – [2.1 EuGH, Urteil vom 29.06.2023, C‑829/21 und C‑129/22] marcel | art._38a_aufenthaltsgesetz [2026/08/29 21:49] (aktuell) – [2. Rechtsprechung des EuGH zur Daueraufenthaltsrichtlinie] marcel | ||
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| Im Kontext des § 38a AufenthG ist insbesondere die Rechtsprechung des EuGH zur [[https:// | Im Kontext des § 38a AufenthG ist insbesondere die Rechtsprechung des EuGH zur [[https:// | ||
| - | ==== - EuGH, Urteil vom 29.06.2023, C‑829/21 und C‑129/22 ==== | + | Die Entscheidungen sind in der Beratungspraxis sehr relevant. Sie betreffen den Fall, dass jemand die Stellung als langfristig Aufenthaltsberechtigte*r in einem Mitgliedstaat verliert, weil diese Person sechs Jahre lang nicht mehr dort gewesen ist. Dies gilt beispielsweise für Italien. Aus der erstgenannten Entscheidung folgt, dass die Ausländerbehörde in diesem Falle die Aufenthaltserlaubnis nach § 38a AufenthG nicht mehr verlängern muss. Aus der zweiten Entscheidung folgt hingegen, dass eine Anwesenheit von wenigen Tagen in dem anderen Mitgliedstaat, |
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| + | Für die Beratungspraxis bedeutet das einerseits, dass versucht werden sollte, die Menschen in Richtung eines möglichst raschen Wechsels in einen anderen, vom Fortbestehen des Aufenthaltsrechts in dem anderen Mitgliedstaat unabhängigen Aufenthaltstitel bzw. Status (z.B. Niederlassungserlaubnis (§ 9 AufenthG), Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EU (§ 9a AufenthG), Einbürgerung) zu beraten, zum anderen aber auch, sie darauf hinzuweisen, | ||
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| + | ==== - EuGH, Urteil vom 29.06.2023, C-829/21 und C-129/22 ==== | ||
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| Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) für Recht erkannt: | Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) für Recht erkannt: | ||
| - | 1. Die Richtlinie 2003/109/EG des Rates vom 25. November 2003 betreffend die Rechtsstellung der langfristig aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen in der durch die Richtlinie 2011/51/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2011 geänderten Fassung, und insbesondere ihr Art. 22 Abs. 1 Buchst. b, | + | **1. Die Richtlinie 2003/109/EG des Rates vom 25. November 2003 betreffend die Rechtsstellung der langfristig aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen in der durch die Richtlinie 2011/51/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2011 geänderten Fassung, und insbesondere ihr Art. 22 Abs. 1 Buchst. b,** |
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| - | ist dahin auszulegen, dass | + | |
| - | ein Mitgliedstaat die Verlängerung eines Aufenthaltstitels, | + | **ist dahin auszulegen, dass** |
| - | 2. | + | **ein Mitgliedstaat die Verlängerung eines Aufenthaltstitels, |
| - | sind dahin auszulegen, dass | + | **2. Art. 9 Abs. 4 Unterabs. 2 und Art. 22 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003/109 in der durch die Richtlinie 2011/51 geänderten Fassung** |
| - | der zweite Mitgliedstaat, | + | **sind dahin auszulegen, dass** |
| + | **der zweite Mitgliedstaat, | ||
| - | 3. Art. 15 Abs. 4 Unterabs. 2 der Richtlinie 2003/109 in der durch die Richtlinie 2011/51 geänderten Fassung | + | **3. Art. 15 Abs. 4 Unterabs. 2 der Richtlinie 2003/109 in der durch die Richtlinie 2011/51 geänderten Fassung** |
| - | ist dahin auszulegen, dass | + | **ist dahin auszulegen, dass** |
| - | der Mitgliedstaat, | + | **der Mitgliedstaat, |
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| - | ==== - EuGH, Urteil vom 20.01.2022, C‑432/20 ==== | + | ==== - EuGH, Urteil vom 20.01.2022, C-432/20 ==== |
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art._38a_aufenthaltsgesetz.1788027974.txt.gz · Zuletzt geändert: von marcel
